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Agieren und Gestalten - eigene Aufnahme

Die Geschichten meiner Etappen als Politiker - in der Zeitnavigation

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2021

UNDP Whistleblowing-Konferenz

Mitgliedschaft des Gremiums in Talkrunde zum Thema „Protecting and Incentivizing Whistleblowers to Combat Fisheries Crimes“ beim United Nations Development Program, UNDP Blue Resilience Team.

2020

Whistleblowing Lobbyismus

Zusammen mit Kohn, Kohn & Colapinto (KKC) LLP, dem National Whistleblower Center, Whistleblowing International und dem European Center for Whistleblower Rights schlugen wir im September 2020 diversen Bundestagsabgeordneten, Bundesjustizministerin Lambrecht sowie Bundeswirtschaftsminister Altmaier vor, welche Details im anzufertigenden deutschen Whistleblowing-Gesetz und zur Umsetzung der EU-Richtlinie berücksichtigt werden sollten. Hierzu unser Memorandum von 2020 (Schriftsatz siehe unter ANA LOGO Datenbank).

 

Das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) trat schließlich im Juli 2023 in Kraft.

seit 2020

Unterstützung von Whistleblowern

Nach vielen Arbeitsjahren als Journalist, parlamentarischer Berater im Landtag, angehender Wissenschaftler und studentischer Politiker an der Universität oder kurz im Ministerium, egal wo ich gearbeitet habe, alle Institutionen verdammten mich zum Schweigen.

 

An der Universität wurde ich gezwungen, eine Stillschweigevereinbarung zu unterschreiben, weil die Ergebnisse meiner Bachelorarbeit die Öffentlichkeit erschrecken könnten.

Im Ministerium hörte ich in Meetings, wie Umweltstraftaten eines US-amerikanischen Luftwaffenstützpunktes totgeschwiegen werden sollten, und doch durfte ich vertraglich nicht über sie reden und schreiben.

 

Im Landtag beriet ich als Umweltwissenschaftler Politiker, wurde aber an mehreren Fronten förmlich zum Schweigen verpflichtet. Selbst die Landtagsverwaltung ließ mich als Referenten separat antanzen, und stellte mir die Sanktionsliste vor, wie etwa die Strafgesetzbuchsparagraphen § 133, § 201, § 203, § 204 oder § 353.

 

Wenn ich als Journalist Interviews führte, zum Beispiel in Mainz zu meinen Recherchen rund um die Entsorgungsfirma Knettenbrech & Gurdulic, erzählten die meisten Betroffenen zwar mehr oder wenigr offenherzig über die Missetaten, direkt danach hörte ich aber den Nachsatz: „Aber meinen Namen will ich nicht in der Zeitung sehen.

 

Im privaten Bereich hörte ich vom Vater meines Nachbarn, wie er die Tochter meines Nachbarn sexuell belästigt. Auch viele andere Freunde, Bekannte und sogar erweiterte Familienmitglieder taten Dinge, die sie nicht durften, erzählten mir diese Dinge aber, wohingegen ich zum Mitwisser wurde. Einmal anvertraute mir ein Studentenvertreter, dass er ein Zwiegespräch mit einem Professor heimlich mitgeschnitten hatte. Sollte ich sie nun allesamt verpetzen?

 

Spätestens seit 2020 übte sich der Staat in verstärkter Zensur und Repression, weil ihm Kritik an den Coronamaßnahmen zu viel wurde, während er an anderen Stellen immer mehr öffentlichkeitsrelevante Informationen als geheime Verschlusssache wegsperrt.

 

Über die Jahre hat sich bei mir ein Gefühl entwickelt, dass Geheimnisse zwar ihre teils berechtigte Schutzfunktion haben, aber dass diese Schutzfunktion zu oft für Missetaten missbraucht wird. Ich bin der Überzeugung, dass dieser Zustand insgesamt mehr Nachteile als Vorteile mit sich bringt.

 

Heute steht für mich fest: Wo (Ver-) Schweigen herrscht, sind Korruption und Bestechlichkeit nicht weit. – Und ich glaube an die Werte Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit. Daher unterstütze ich Whistleblower, also Menschen, die den Mut aufbringen, solche Missetaten ans Licht zu bringen, selbst wenn sie dafür teils enorme Nachteile erfahren.

2020

Im Interview mit dem Onlinemagazin Telepolis

Interviewpartner für das Onlinemagazin Telepolis zum Thema Whistleblowing. Beitragstitel: „Was nützt alles Whistleblowing, wenn es auf Kosten des Whistleblowers geht?“ Klicken Sie auf den Thumbnail nebenan, um zum Interview zu kommen. 

2020

Whistleblowing Experte in Talkrunde

Interviewpartner beim Whistleblower Summit & Film Festival in Washington D.C., zusammen mit Wendy Addison und Michal Pleticha zum Thema „Ist Europa bereit, bürgerliche Verbrechensbekämpfer zu schützen?“. Wegen dem Corona-Ausnahmezustand findet die Veranstaltung virtuell statt.

2019

Auf einen Tee mit dem Präsidenten des Kieler Institutes für Weltwirtschaft

Wie ich mit Gabriel Felbermayr, dem Präsidenten des Kieler Institutes für Weltwirtschaft und Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, in seinem Büro auf einen Tee zusammenkomme, und er mir auf meine Frage antwortet, er verlasse sich auf Aussagen von fachlich ausgewiesenen Wissenschaftlern an seinem Institut oder von anderen Institutionen, wenn es um für ihn fachfremde Themen wie den Klimawandel gehe. Siehe auch Erwähnung dieser Begebenheit in der Einleitung zu meinem ersten Band von DAS ZEIT UND RAUM BUCH als Beispiel dafür, wie es im Übergangsbereich von der Wissenschaft zur Politik häufig ums Glauben geht.

2019

BDO 8th Annual Energy Conference Hamburg

Teilnahme an der achten Annual Energy Conference in Hamburg.

2019

Schleswiger Forum zum Öffentlichen Recht - Lärm & Luft

Teilnahme am Schleswiger Forum zum Öffentlichen Recht am Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein, Lärm und Luft als Rechtsproblem

2019 bis 2020

Leitung monatlicher Telefonkonferenzen für Parlaments-Referenten

Initiator und Leiter monatlicher Telefonkonferenzen für Referenten der Sparten Umwelt/Landwirtschaft/Energie aus allen 16 Landtagen, dem Deutschen Bundestag und dem Europäischen Parlament.

2018 bis 2020

Politische Bewertung der Landeshaushalte Schleswig-Holstein

Politische Bewertung der Landeshaushalte Schleswig-Holstein 2019 und 2020 im Kontext Umwelt, Landwirtschaft, Energie und Verbraucherschutz.

2018 bis 2020

Referentenarbeit im Schleswig-Holsteinischen Landtag

Referentenarbeit im Schleswig-Holsteinischen Landtag im Kontext: Plenardebatte, Umwelt- und Agrarausschuss, Parlamentarische Initiative (Anträge, Anfragen, Gesetzentwürfe), Fachmesse, Lobbyveranstaltung, Landesplanungsrat, Pressemitteilung, Pressekonferenz, Podiumsdiskussion und Medienhintergrundgespräch. Offizieller Ansprechpartner für Robert Habecks und Jan Philipp Albrechts Landtagsverbindungsreferent des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND).

2018 bis 2019

Redenschreiber im Landtag von Schleswig-Holstein

Schreiben von Reden für Landtagsdebatten (10-Minüter, 5-Minüter, 3-Minüter) zu Themen aus der Umwelt, der Landwirtschaft sowie zum breiten Themenfeld Energie.

2016

Leiter der Arbeitsgemeinschaft Prüfungstransparenz an der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau

Am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau gibt es in vielen Fachbereichen geradezu willkürliche Wege der Benotungsfindung. Mit der Arbeitsgemeinschaft Prüfungstransparenz wollen wir erreichen, dass die Studenten erfahren dürfen, was man bei schriftlichen Prüfungen konkret falsch gemacht hat. Ich initiiere und leite die Arbeitsgemeinschaft.

2015 bis 2020

Politische, juristische und naturwissenschaftliche Bewertung von Gesetzesinitiativen und parlamentarischen Anträgen

Politische, juristische und naturwissenschaftliche Bewertung von Gesetzesinitiativen und parlamentarischen Anträgen im Kontext: Pflanzenschutz und Düngung, GAP, Düngegesetzgebung, Gülle, EU-Nitratrichtlinie, Neonicotinoide, Glyphosat, Sustainable Development Goals (SDGs) bzw. Globale Ziele für nachhaltige Entwicklung, Treibhausgas-Emissionshandel, Strukturwandel in der Landwirtschaft, Höfesterben, Grünes Band, Stoffstrombilanzverordnung, Futtermittel, u.v.m.

2015

Im Umweltministerium von Rheinland-Pfalz

Akademischer Kandidat auf Referenten-Umlauf im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten von Rheinland-Pfalz. Der Monat steht unter dem Motto Vernetzung, Hoheitsaufgaben, Politik, Sachkunde und Finanzen. Einsatz unter anderem in Landeszentrale für Umweltaufklärung, Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz und im Umweltlabor des Landesamtes für Umwelt.

2015

Delegierter im DJV beim Gewerkschaftstag

Delegierter im Deutschen Journalistenverband beim Gewerkschaftstag in Mainz.

2014 bis 2016

Journalisten-Stammtisch des DJV

Journalisten-Stammtisch des Deutschen Journalistenverbandes Rheinhessen (Kollegenkreis ex ZDF, SWR, dpa, Freie).

2014

Erwähnung im Tätigkeitsbericht 2012/2013 des Landesdatenschutzbeauftragten vom 08. Mai 2014

Erwähnung im Tätigkeitsbericht 2012/2013 des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) von Rheinland-Pfalz in der Rubrik Hochschulen.

 

Der LfDI unterstützt mich bei meinem Transparenzbegehren gegenüber der Hochschulleitung, die meine Anfrage nach Einsicht in die Akkreditierungsunterlagen der Studiengänge Umweltwissenschaften (B. Sc.) und Zweifach-Bachelor mehrfach ablehnt.

 

Als ich den Hochschuljuristen im Rechtsamt frage, ob die Hochschule auch gemäß Rheinland-Pfälzischem Informationsfreiheitsgesetz ablehnen würde, sagt er verärgert: „Dann stellen Sie Ihre Anfrage“. Das war am 22. Februar 2013.

 

Im April bitte ich den LfDI um Hilfe. Am 18. April 2013 erfahre ich in einem Gespräch mit dem Deutschen Akkreditierungsrat, dass Akkreditierungen seit 2011 veröffentlicht werden müssen und dass sich Hochschulen gegen die Veröffentlichungspflicht gewehrt hatten, da eine Kritik der Akkreditierungsagenturen an den Hochschulen womöglich kein gutes Licht auf die Universität werfen könnte.

 

Meinen nächsten Versuch einer Anfrage nach Einsichtnahme gemäß Rheinland-Pfälzischem Informationsfreiheitsgesetz beantwortete die Hochschulleitung mit der Ankündigung, OK, Sie können Einsicht halten, aber wegen verwalterischer Tätigkeiten kommen 865 Euro auf Sie zu. Der LfDI vermittelt, und die Hochschulleitung gewährt mir einen eisigen Empfang in der Hochschulzentrale, wo ich endlich Einsicht nehmen darf – ohne Geld bezahlen zu müssen.

 

Ein Hintergrund meiner Anfragen waren die hohen Durchfallquoten im Studiengang, die unter anderem mit der viel zu hohen Arbeitslast für Studenten erklärt werden konnten.

 

Diese und andere Unstimmigkeiten führen dazu, dass die für den 01. Oktober 2014 anberaumte Re-Akkreditierung verschoben werden muss. Am 13. Juli 2015 schließlich endet ein dreijähriger Rechtfertigungskrimi Universität vs. Studenten. Die Arbeit hat sich gelohnt: Zukünftige Studenten sollten es einfacher haben.

2014

Umweltwissenschaftler goes Society

Auf einer Friedensdemonstration auf dem Mainzer Gutenbergplatz halte ich eine 45-minütige Rede zum Thema der Überfischung und den Fischereiabkommen der Europäischen Union mit Westafrika. In diesem Zusammenhang weise ich auf die exorbitant steigenden Bevölkerungszahlen (das globale Netto-Bevölkerungswachstums liegt derzeit bei rund 215.000 Menschen pro Tag bzw. 80.000.000 pro Jahr) und dem damit verbundenen steigenden Ressourcenhunger hin. Siehe hierzu auch einen Artikel auf analogo.de.

2013 bis 2014

Mitglied im Senat der Universität Koblenz-Landau

Als gewählter Studentenvertreter bin ich ein Mitglied im Senat der Universität Koblenz-Landau. Der Senat tagt in der Landeshauptstadt Mainz.

2013

Initiierung einer persönlichen Wähleranimierungsaktion zur Bundestagswahl

Auf eigene Kosten lasse ich 1.000 Postkarten drucken, indem ich zur Beteiligung bei der Bundestagswahl aufrufe. Ein befreundeter Grafiker hilft mir bei der Erstellung der doppelseitig bedruckten Postkarte. Auf der Vorderseite skizziere ich, wofür die regierende Koalition aus CDU & FDP steht.

 

👁️ CDU/FDP billigen unsere komplette Überwachung
👁️ CDU/FDP beschlossen 50 rechtswidrige Gesetze seit 2009 (vom BVG gestoppt)
👁️ CDU/FDP treiben eine Politik steigender Waffenexporte
👁️ CDU/FDP unter Merkel haben sich unsere Staatsschulden um 500 Milliarden Euro vermehrt! – schlechteste Bilanz einer Bundesregierung seit 1949
👁️ CDU/FDP haben die Kinderarmut, Altersarmut und Familienarmut verschärft
👁️ CDU/FDP haben die Schere zwischen Arm und Reich vergrößert
👁️ CDU/FDP haben aktiv ein Lobbyistenregister blockiert und Strafvereitelung bei internationaler Steuerhinterziehung angestrebt

 

Trauen Sie Ihrer Wahrnehmung. Demokratie fördern und erhalten.

 

Auf der Rückseite skizziere ich einen quantitativen Vergleich, welchen prozentualen Unterschied es für das Wahlergebnis der Partei Bündnis90/Die Grünen (die ich hier noch unterstütze) machen könnte, wenn man wählen geht.

 

Die Postkarten verteile ich vor der Wahl persönlich auf dem Wissenschaftsmarkt in Mainz an Passanten. Von überzeugten CDU-Wählern erhalte ich die Karten oft postwendend zurück: „Wir wählen ohnehin, aber das Richtige.“

 

In ihrer Sonntagsausgabe schreibt die Tageszeitung über mein Motiv: „Um Nichtwähler zur Wahl zu bringen und linkes Wählerpotential zu aktivieren“, zum Artikel gehts hier.

2012 bis 2020

Politische, juristische und naturwissenschaftliche Bewertung von Fördermaßnahmen

Politische, juristische und naturwissenschaftliche Bewertung von Fördermaßnahmen im Kontext: GAP 1. Säule und 2. Säule (ELER), Cross-Compliance-Verordnung, GAK, LEADER, Aktiv-Regionen, De-minimis-Beihilfen, EFRE, IB.SH, LIFE Umwelt- und Klimamaßnahmen, LPLR (Landesprogramm ländlicher Raum), Tierschutz, Ausgleichsflächen, Eingriffsregelungen, Natura2000, FFH, Nachhaltigkeitspreis der Landesregierung, Schleswig-Holstein Landesprogramm Wirtschaft, ROG, UVP, Grundwasserschutz, u.v.m.

2012 bis 2017

Mitgliedschaft im Berufsverband Umweltwissenschaften

Ich gehöre zu den ersten Mitgliedern nach der Verbandsgründung im Jahre 2012.

2012 bis 2014

Mitglied im naturwissenschaftlichen Fachbereichsrat 7 der Universität Koblenz-Landau

Als gewählter Studentenvertreter ist diese Zeit für mich eine sehr intensive politische Zeit. Siehe hierzu diverse Artikel auf analogo.de oder dem Pfalz Express. Die größten Baustellen heißen Prüfungsordnung, Akkreditierung, Eliteuniversität und – Zensur.

Ab dem Moment, wo ich Rundmails mit brisanten Informationen aus dem Fachbereichsrat an Studenten verschicken möchte, zensiert die Universitätsleitung diese Rundmails. In einem Zensurfall wird die Rundmail erst freigeschaltet, dann nach wenigen Tagen nachträglich deaktiviert. Ich selber werde von der Zensur nicht informiert. Eine  klassische Reichweitendrosselung bzw. Shadow-Banning, wie es heutzutage auch Social-Media-Kanäle in Zusammenarbeit mit Regierungen jedweder Couleur praktizieren. Einen einführenden Bericht in die Zensurthematik bringt der Pfalz-Express – siehe hier. 

Brisant ist etwa, wie das Dekanatsteam versucht, den Platz des studentischen Vertreters im wichtigen Ausschuss für Studium und Lehre heimlich zu besetzen. Oder später: Auf einer Fachbereichsratssitzung meinen einige Professoren, dass Studenten zu faul sind und dass dadurch die Chance, dass die Universität zu einer Art Elite-Universität (in der Liga der ETH Zürich spielend) erwächst, sinke. Aus dem FBR gab es also viel zu berichten, was den Damen und Herren in der FBR-Leitung wiederum sehr unangenehm war.

Die repressiven Zensurmaßnahmen dauern über sieben Monate lang. Als ich über die Aussagen von Universitätspräsident Prof. Dr. Heiligenthal zur Zensur berichten will, unterbindet der Präsident auch diese Rundmail innerhalb der Hochschule und droht mir gar mit der Staatsanwaltschaft: „Sollten Sie dennoch an Ihrer Absicht des Mailversands festhalten wollen, … müssten wir den Vorgang an die Staatsanwaltschaft abgeben, um zu prüfen, ob die von Ihnen aufgestellten Behauptungen und Verstöße gegen das Hochschulgesetz von Relevanz sind.“

Ein Anschlag gegen die Demokratie mitten in der zweitgrößten Bildungsstätte des Landes Rheinland-Pfalz. Kritische Meinungen werden neutralisiert. In einem Höhepunkt der Eskalation wird dem Universitätspräsidenten auf einer Fachbereichsratssitzung der ukrainische „Kürbis des Missbehagens“ überreicht (es war ein Hokkaido-Kürbis). Zum Thema interviewt mich der Podcastkanal campuscast.cc in seiner Folge 29, das Interview kann man hier abrufen.

2012 setze ich mich dafür ein, dass die ohnehin happige Prüfungsordnung abermals verschärft wird. Meine Arbeit lasse ich zusätzlich von den Studierenden legitimieren, indem ich die Aktionen mit einer Unterschriftenaktion begleite.

Daran anknüpfend setze ich mich erfolgreich dafür ein, dass den Studenten der Umweltwissenschaften der gleiche „Luxus“ anderer Studiengänge zuteil wird, indem sie eine Abschlussprüfung nicht nur einmal, sondern zweimal wiederholen dürfen. Meine Arbeit trägt Erfolg.

Es war ein Unding, dass vor der erstrittenen Änderung Studenten dieses so schwierigen Studienganges automatisch exmatrikuliert wurden, wenn sie beim ersten Nachschreibetermin durchfielen. Dass die Professoren und Professorinnen ausgerechnet in diesem Studiengang 38 Abschlussprüfungen abhielten, obwohl es laut Prüfungsordnung nur 25 sein durften, war obendrein schon illegal. Dafür erntete der Fachbereich selbst aus dem Bildungsministerium in Mainz harsche Kritik. Und genau deswegen wäre der ganze Studiengang beinahe nicht mehr akkreditiert worden. Der Weg zum letztendlichen Akkreditierungsbericht war ein kleiner Krimi an sich, das Dokument finden Sie hier.

2012

Hofgeismarer Forum für Umweltrecht und Umweltpolitik

Teilnahme am Hofgeismarer Forum für Umweltrecht und Umweltpolitik.

2012

Pressesprecher der Bürgerinitiative Linie 47 in Mainz

Die Zusammenarbeit unserer Nachbarschaft, unter anderem mit Gundula Gause/heutejournal, funktioniert wunderbar.

2011 bis 2017

Förderer von Bottom-Up-Prozessen im Umweltrecht

Der Rheinland-Pfälzische Beauftragte für die Informationsfreiheit schrieb im Jahre 2014:

 

„Es hat nicht nur Jahrzehnte, sondern Jahrhunderte gedauert, bis sich die Verwaltung vom Grundsatz der Geheimhaltung abgewandt und sich gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern geöffnet hat. Eine maßgebliche Rolle spielte dabei in den letzten Jahren der Grundsatz der Informationsfreiheit, den unser Staat aus anderen Rechtskulturen übernommen hat.

 

Dieser Grundsatz ist ein Angebot des Staates an seine Bürgerinnen und Bürger, hinter die Kulissen zu schauen, den Schleier des Verborgenen zu lüften, nachzufragen, sich Informationen zu beschaffen, um damit eigene Anliegen voranzubringen oder das öffentliche Interesse zu fördern.

 

Von diesem Angebot machen auch hunderte, ja tausende von Bürgerinnen und Bürger Gebrauch. Alles in allem und insbesondere im internationalen Vergleich sind es aber immer noch sehr wenige. Dies muss indessen weder überraschen, noch rechtfertigt es die Frage, ob wir ein solches Recht überhaupt benötigen. Wenn sich Staat und Verwaltung so lange Zeit gelassen haben, bis sie den Bürgerinnen und Bürgern einen Blick in die Amtsstuben ermöglichten, sollte man auch den Bürgerinnen und Bürgern die Zeit lassen, sich an diese neuen Möglichkeiten zu gewöhnen, um auszuloten, welche Vorteile für sie damit verbunden sein könnten.“

 

Mit meinem Bundesland Rheinland-Pfalz auf dem Weg zum ersten Flächenland mit einem Transparenzgesetz mache ich von den neuen Rechten Gebrauch.

 

Unter Anwendung von Informationsfreiheitsgesetzen wie dem Landestransparenzgesetz (LTranspG) oder dem Umweltinformationsgesetz (UIG), stelle ich diverse Anfragen, hauptsächlich zum Thema Umwelt, aber nicht nur. 2014 erwähnt der LfDI eine meiner Transparenzinitiativen in seinem Datenschutzbericht.

 

Über sechs Jahre hinweg lauten meine Anfrage-Themen:

 

🪟 Schadstoff Emissionen auf Autobahnen
🪟 Strom für die US Air Base Ramstein
🪟 Das Parkregime in Mainz
🪟 Was die Bundeswehr in Schulen macht
🪟 Justizministeriumdaten zu Straftätern in RLP 2015
🪟 Kalkulation des Transportunternehmesn MVG zur Linie 47
🪟 Antibiotika in der Hühnermast
🪟 Hackingangriffe auf Energieunternehmen
🪟 Emissionen der Firmen Nestlé und Cargill
🪟 Polizeieinsatzkosten bei Spielen von Mainz 05
🪟 US Truppenübungen auf dem Mainzer Sand
🪟 Verkehrsüberwachungsmaßnahmen

 

Die Liste ist lang und zu meiner Überraschung weht in Rheinland-Pfalz ein Geist der Offenheit und Transparenz, sei es auf Seiten der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd), von der Partei FDP im Mainzer Stadrat, vom Bildungsministerium und sogar im Umweltbundesamt. Ich erlebe Mitarbeiter, zum Beispiel im Mainzer Bildungsministerium, die sich geradezu zu freuen scheinen, Auskunft zu erteilen, vor allem, wenn auf der anderen Seite der Leitung jemand mal zuhört anstatt nur seinen Frust abzuladen (was wohl nicht selten geschieht).

 

Erwähnenswerte weil für mich überraschende Ausnahmen dieses offenen Geistes sind Katrin Eder von Bündnis90/Die Grünen (Dezernentin und spätere Umweltministerin von RLP), das geheimnisumwobene Netzwerk hinter der Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz und die Universität Koblenz-Landau unter Leitung eines religiösen Führers.

2011 bis 2017

Autor von mehr als einhundert Leserbriefen auf taz.de - Die Tageszeitung

Es ist schon ein interessantes Gefühl, von jemand Fremden angesprochen zu werden, der sagt, er kenne den Leserbrief-Kommentator Rainer Winters auf taz.de. Der sei einer der Wenigen mit sehr guten Kommentaren. Vielen Dank.

2011 bis 2014

Mitglied im Klimaschutzbeirat der Stadt Mainz

Die Rathausfraktion der Partei DIE LINKE entsendet mich als ihren Vertreter in den Klimaschutzbeirat der Stadt Mainz, obwohl ich zunächst kein Mitglied der Partei bin.

2011 bis 2013

Redaktionsmitglied der Zeitschrift Rote Laterne

Redaktionsmitglied der Zeitschrift Rote Laterne im Rathaus von Mainz. Die kleine Fraktion bringt die für meine Begriffe hochwertigste Fraktionszeitschrift heraus. Pro Ausgabe waren es flotte 5.000 Exemplare. Anknüpfend an die brisantesten Stadtratsthemen, vollziehen wir mit Dieter Hofem, Hermann Stauffer und Gudrun Hölzl eine konstruktive Redaktionsarbeit. Als mein Freund Dieter Hofem 2013 aus der Partei austritt, tue ich dies ebenfalls. Für mich war es ein kurzer Ausflug in die Mainzer Stadtpolitik.

2011 bis 2013

Zusammenarbeit mit Pia Schellhammer, Landtag Bündnis 90/Die Grünen

Zusammenarbeit mit Pia Schellhammer, Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz für die Partei Bündnis 90/Die Grünen zu den Themen Informationsfreiheitsgesetz und Volksbegehren. Wir lernten uns bei einer Demokratieveranstaltung  auf dem Hambacher Schloss kennen.

2006

Lufthansa Cargo Betriebsrat - nur Sondierungsgespräche

Persönliche Gespräche mit Betriebräten zur Sondierung meiner Kandidatur als Betriebsratskandidat für Lufthansa Cargo am Frankfurter Flughafen.

2000

Unterschriftenaktion innerhalb des Lufthansa Cargo Centers

Eigenmotivierte Organisation einer Unterschriftenaktion im Lufthansa Cargo Center (LCC) am Tor 25 des Frankfurter Flughafens: „Hiermit fordern wir (die Unterzeichner) die Geschäftsleitung auf, das Raumklima im LCC in absehbarer Zeit entscheidend zu verbessern.“ Das Ergebnis der Aktion trage ich bei der nächsten Betriebsversammlung vor.

1986 bis 1988

Gründer der Jugendinitiative Tennisplatz Lichtenberg

Initiator und Gründer der Jugendinitiative Tennisplatz Lichtenberg, zusammen mit meinem Bruder Bernd. Wir sammeln 656 Unterschriften, werben bei der Politik um Unterstützung und machen begleitende Medienarbeit.

1985 bis 1986

Jugendvertreter im Vorstand des Schwimmvereins Waldbröl

In Zusammenhang meiner Vereinsmitgliedschaft im Schwimmverein Waldbröl nehme ich als aktiver Schwimmer an Schwimmwettkämpfen teil (siehe unter SPORTLER) und vertrete die Jugend im Vorstand des Vereins. Außerdem komme ich mit einer Kampfrichterlizenz des Deutschen Schwimm-Verbandes DSV (Zeitnehmer, Wenderichter, Zielrichter) bei Turnieren als Wettkampfrichter zum Einsatz.