
Die Geschichten meiner Etappen als Akteur - in der Zeitnavigation
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2020 bis 2022

Fishrot
Vertrauensvolle Unterstützung des WikiLeaks Fishrot Whistleblowers Jóhannes Stefánsson. Jóhannes gewann 2021 den WIN WIN Gothenburg Sustainability Award (auch genannt „Nobelpreis für Nachhaltigkeit“), den zuvor auch Kofi Annan, Al Gore und Gro Harlem Brundtland gewannen. Für seinen ganz besonderen Einsatz gegen Korruption in der Fischereibranche gewann Jóhannes vor anderen Finalisten wie dem Mafiajäger Nicola Gratteri und dem International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ). Lektüre zum Skandal gibts reichlich, unter anderem auf den Seiten der BBC, der OCCRP, der Tageszeitung (taz), von Al Jazeera, The Namibian, WikiLeaks, Wikipedia, Index on Censorship, der Süddeutschen Zeitung und natürlich analogo.de.
Jóhannes zu mir: „Ich bin dankbar für das, was Du für mich getan hast, und ich werde das nie im Leben vergessen, denn was Du begonnen hast, hat mein Leben gerettet.“
2020

Whistleblowing Lobbyismus
Zusammen mit Kohn, Kohn & Colapinto (KKC) LLP, dem National Whistleblower Center, Whistleblowing International und dem European Center for Whistleblower Rights schlugen wir im September 2020 diversen Bundestagsabgeordneten, Bundesjustizministerin Lambrecht sowie Bundeswirtschaftsminister Altmaier vor, welche Details im anzufertigenden deutschen Whistleblowing-Gesetz und zur Umsetzung der EU-Richtlinie berücksichtigt werden sollten. Hierzu unser Memorandum von 2020 (Schriftsatz siehe unter ANA LOGO Datenbank).
Das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) trat schließlich im Juli 2023 in Kraft.
2020

Whistleblowing Experte in Talkrunde
Interviewpartner beim Whistleblower Summit & Film Festival in Washington D.C., zusammen mit Wendy Addison und Michal Pleticha zum Thema „Ist Europa bereit, bürgerliche Verbrechensbekämpfer zu schützen?“. Wegen dem Corona-Ausnahmezustand findet die Veranstaltung virtuell statt.
2017
Hauptakteur in einer universitären Masterarbeit
Freier Journalist und analogo.de Herausgeber Rainer Winters im Vergleich zur Mainzer Allgemeinen Zeitung als Hauptakteure der Masterarbeit „Akzeptanz von lokalen Großbauprojekten – eine Untersuchung am Fallbeispiel Mainzelbahn“, Marius Maruhn, Geographisches Institut, Johannes-Gutenberg Universität Mainz.
„Auch der Herausgeber von Analogo, einer Online Seite für regionale Beiträge, wurde zu Hause besucht […] Winters, als interessierter Bürger und freier Journalist mit einer klar fundierten Meinung, lässt sich am ehesten einem Mutbürger zuschreiben …“.
2016
Strom → US-Militär → Umwelt → Transparenzbegehren
Ich möchte wissen, welchen Anteil am produzierten Strom in kWh pro Jahr das US-Militär mit ihrer Ramstein Air Base nahe Kaiserslautern hat, die Base immerhin als größter Luftwaffenstützpunkt der US Air Force im Ausland einer der größten Energiefresser in Rheinland-Pfalz. Brisant ist: Die Relaisstationen auf eben diesem Stützpunkt ermöglichen dem Geheimprogramm von Barack Obamas CIA punktgenaues Töten in Pakistan und Afghanistan (5.000 faches Morden 2008 bis 2010) via Kampfdrohne. Da es sich bei dem Energiefaktor „Strom“ um eine umweltrelevante Auskunft handelt, bitte ich die Pfalzwerke um Erteilung dieser Umweltinformation gemäß Landesumweltinformationsfreiheitsgesetz (LUIG). Meine Argumentation: Der steigende Energiehunger weltweit führt zu immer schlimmeren Klimakonsequenzen und in Rheinland-Pfalz zu immer mehr Windrädern. Der Datenschutzbeauftragte sieht in der Anfrage eine umweltrelevante Frage gemäß Transparenzgesetz, weist die Verheimlichung der Pfalzwerke zurück und gedenkt, dem Energieversorger eine Strafe von 10.000 Euro aufzuerlegen. Transparency International unterstützt meine Transparenzinitiative.
2016
Leiter der AG Prüfungstransparenz an Universität
An der Universität Koblenz-Landau gibt es in vielen Fachbereichen geradezu willkürliche Wege der Benotungsfindung. Mit der Arbeitsgemeinschaft Prüfungstransparenz wollen wir erreichen, dass die Studenten erfahren dürfen, was man bei schriftlichen Prüfungen konkret falsch gemacht hat.
2014

Umweltwissenschaftler goes Society
Auf einer Friedensdemonstration auf dem Mainzer Gutenbergplatz halte ich eine 45-minütige Rede zum Thema der Überfischung und den Fischereiabkommen der Europäischen Union mit Westafrika. In diesem Zusammenhang weise ich auf die exorbitant steigenden Bevölkerungszahlen (das globale Netto-Bevölkerungswachstums liegt bei 216.000 Menschen pro Tag bzw. rund 80.000.000 pro Jahr) und den damit verbundenen steigenden Ressourcenhunger hin. Siehe hierzu auch einen Artikel auf analogo.de.
2009 bis 2010

Travel Kaizen
Beitrag zur 10. Ausgabe des Lonely Planet Reiseführers Central Asia. Namentliche Erwähnung im englischsprachigen Reiseführer.
2007

feat. im Lufthansa-Magazin Flight Crew Info
Für ihren doppelseitigen Artikel „Die Presselogistik der Lufthansa Cargo – Jede Minute zählt, denn Zeit ist Geld“ widme ich der Redaktion des Lufthansa-Magazins Flight Crew Info ein paar Stunden und führe sie in eines meiner Spezialgebiete ein. Die Zeitschrift wird für das Cockpit- und Kabinen-Personal der Lufthansa Passage Airline produziert.
2007

Leben gerettet - durch Beatmung
Während eines Waldausflugs rette ich einem Mann namens Herbert das Leben, nachdem er auf einem Waldweg im Rheingau einen Herzinfarkt erleidet. Herbert hat einen sehr dicken Bauch und wie ich später erfahre, ist es nicht sein erster Herzinfarkt. Er ist unterwegs mit zwei Freunden, die mit ihrem Handy bereits den Notarzt gerufen haben. Als ich beim Waldspaziergang mit meiner Frau zu den drei Männern stoße, liegt Herbert bereits seit Minuten im Matsch, in den er kopfüber gefallen ist.
Ich wische den Matsch, Blut und Speichel aus seinem Gesicht und beatme ihn ohne Beatmungsmaske eine mir unendlich vorkommende Zeit lang, bis der Notarzt kommt. Mir bleibt unvergessen, wie meine Frau dem Bewusstlosen zuruft: Herbert, gehe nicht zum Licht, Du hast Familie, die braucht Dich.
Nur die Notärzte haben es nicht einfach, zu uns vorzudringen. Wir befinden uns zwar auf einem Waldweg bei Wiesbaden, aber tags zuvor hatte ein Sturm einen Baum umgeworfen, der keine 1.000 Meter von uns nun den Zufahrtsweg zum Unglücksort versperrt. Die Notärzte rufen die Feuerwehr, die nach rund einer halben Stunde vor Ort ist und den Weg freisägt.
Doch den Notärzten wird klar, dass die Zeit davonläuft, dass sie Herbert zwar akut helfen können, aber den Mann nicht ins Krankenhaus abtransportieren können. Daher rufen sie parallel einen Rettungshelikopter, der aus Frankfurt angeflogen kommt und tatsächlich nach ein paar schwierigen Manövern auf der kleinen grünen Waldlichtung gegenüber landen kann.
Die Ärzte setzen mein Werk der Wiederbelebung fort, bis Herbert endlich ins Krankenhaus geflogen wird. Nur Minuten später alleine im Wald, setze ich meinen Waldspaziergang durch einen stillen Wald fort. Da sich später kein Arzt mehr bei mir gemeldet hat, rufe ich im Krankenhaus an und erfahre, dass Herbert zusätzlich akut an Hepatitis A erkrankt ist. Wohl kein Zufall dürfte es sein, dass ich mich scheinbar „zufällig“ gerade vor drei Wochen – in Vorbereitung einer Reise nach Äthiopien – gegen Hepatitis A hatte impfen lassen.
14 Tage später verstirbt Herbert. Was für manche Menschen Arbeitsalltag ist, hat bei mir als ausgebildeten Ersthelfer starke Eindrücke hinterlassen.
2006
Modeempfehlung an den Präsidenten des Irans
In Deutschland findet die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer statt. Der Iran ist qualifiziert und der Präsident des Irans, Mahmud Ahmadineschād, möchte zu den Spielen anreisen.
Zwei Jahre zuvor hatte ich den Iran während eines Urlaubs besucht. Parallel fällt mir auf, dass dieser Mann auf Pressefotos als einziger Staatschef heraussteht, der keine Krawatte trägt. Das finde ich sehr gut, denn Krawattenzwänge haben etwas (westlich) Militärisches. Auch mein Arbeitgeber Lufthansa Cargo auferlegt mir zur arbeitsvertraglichen Bedingung, bei meinen Besuchen von Geschäftskunden eine Krawatte zu tragen. Ich denke mir, wenn der Präsident schon keine Krawatte trägt, dann könnte er das auch stilvoller tun. Ich eröffne ihm mal eine Möglichkeit.
Während ich Lufthansa gegenüber den Kompromiss abringen kann, dass ich anstatt einer Krawatte eine Fliege trage, schreibe ich den iranischen Präsidenten an, wenn er zum Fußballspiel seines Teams nach Deutschland komme, solle er doch in Solingen die Firma Walbusch besuchen, denn die hätten ein Patent auf tolle knopflose Hemdkragen.
Zu meiner Überraschung bedankt sich das Präsidentenbüro bei mir via Email und wünscht mir alles Gute vom Allmächtigen. Komisch nur, dass seit meinem Iranbesuch und spätestens seit meiner Email an Herrn Ahmadineschād meine Telefonate abgehört werden, von welchem Geheimdienst auch immer.
2005

feat. im Lufthansa Cargo Magazin CaLu
Das auch Cargo Lufthanseat genannte Magazin möchte etwas über meine Arbeit erfahren und spielt Mäuschen. Später titelt der Artikel: „Aber bitte eine Dumping-Rate, Herr Winters …“. Aus dem Text: „[…] Rainer Winters, 37, kam 1992 zu Lufthansa Cargo und gehört, wie er selbst sagt, fast schon zum Inventar des Cargo Service Centers (CSC) in Kelsterbach. Er ist für Süddeutschland zuständig – hauptsächlich für Spediteure mit Sitz in München und Nürnberg. […] Der CaLu staunt: Anfragen für 14 Pferde nach Sharjah, für 47 Tonnen Elektronik nach Seoul, für 2,8 Tonnen Maschinenteile nach Santiago de Chile. Anfrage nach Anfrage läuft auf. Winters jongliert dabei mit 14 verschiedenen EDV-Systemen […]“.
2000

HELP MOSAMBIK - Innerbetrieblicher Spendenaufruf
Nach den verheerenden Überschwemmungen aufgrund zweier Zyklone in Mosambik rufe ich meine Lufthansa-Kollegen innerbetrieblich dazu auf, zu spenden. „[…] Bitte spendet Kleidung und Nahrungsmittel in Konservendosen, verpackt den Spass in Kartons und liefert alles bei der Frachtannahme an – DEADLINE … Nach der Beförderung nach Johannesburg wird die Lufthansa Cargo einen Lastwagen bereitstellen, der die Hilfsgüter nach Mosambik fährt […]“. Nach einer Inititive des Lufthansa Cargo Vorstandes konnten Mitarbeiter Hilfsgüter als kostenlose S2-Mitarbeiterfracht verschicken.
1999

Leben gerettet - Verwaltung gezähmt
Auszeichnung durch die Stadt Bad Godesberg wegen außergewöhnlichen Einsatzes zur unkomplizierten Charterung eines Lufthansa-Hilfsfluges für die Erdbebenopfer des starken Erdbebens von Gölcük/Türkei. Die Hilfsaktion der THW-Ortsgruppe Bonn lief unter dem Namen Yalova.
1990

Charity Darts Marathon
Teilnahme an einem 12-stündigen Dart-Marathon im Pub Hare & Hounds in Crackley Bank nahe Shifnal in Shropshire mit nachfolgender Spendensammlung von Haushalt zu Haushalt in Telford. Ich alleine sammele 140 britische Pfund. Die Engländer finden den jungen Deutschen mit dem Akzent so niedlich und spenden besonders freigiebig. Der Erlös aus den Leistungen der neun Spieler kommt dem in Colchester angesiedelten „Les Evans Holiday Fund“ für kranke und behinderte Kinder zugute.
1987 bis 1990
Ausbildung zum Industriekaufmann bei Montaplast
Ausbildung zum Industriekaufmann und späterer Einsatz in den Abteilungen Einkauf und Arbeitsvorbereitung bei der Montaplast GmbH, Technische Lösungen für die Automobil- und Haushaltsgeräteindustrie, Kunststoff-Spritzguss und Maschinenbau.
1987
feat. Eine repräsentative Fernseh-Familie
Die Oberbergische Volkszeitung berichtet über unsere familiäre Teilnahme als eine von 200 repräsentativen Familien an der Ermittlung von Fernseh-Einschaltquoten durch die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung). Der Beitrag titelt: „Die Familie Winters vertritt 10.000 deutsche Haushalte“.
1986
feat. Schneeburg Winterstein
An Heiligabend bringt die Oberbergische Volkszeitung ein Foto der Schneeburg, die ich mit meinen Geschwistern vor der Lichtenberger Kirche gebaut habe. In Anlehnung an unseren Nachnamen und an den Winter nennt der Reporter die Schneeburg „Burg Winterstein“. Der Artikel titelt: „Ein eisiges Bauherrenmodell ist die Attraktion“.
1984 bis 1987
Ehrenamtliche Leitung einer Bibliothek
Ab dem Alter von 15 Jahren leite ich die Pfarrbücherei St. Joseph in Lichtenberg ehrenamtlich. Ich organisiere Ausleihe, Bücherakquise und technische Medienbearbeitung komplett alleine. Lediglich das Budget segnet der Pfarrer der Kirchengemeinde, Herr Jünkersfeld ab. Jahre später emigriert der Pfarrer nach Florianopolis in Brasilien. Auf meiner Weltreise im Jahre 2008 besuche ich diese Insel, kann ihn dort aber nicht ausfindig machen.
seit 1978
Sprachenbildung
Meine erste Fremdsprache lernte ich ab 1978 auf dem Gymnasium, Englisch (derzeit EU-Level C2). Ab 1980 kam Französisch (EU-Level B1) dazu, dann Latein (Latinum) und Altgriechisch (Graecum). Privat lernte ich an Volkshochschulen Spanisch (mehrjährige Grundkurse bis hin zur spanischen Literaturarbeit, EU-Level B2) und Mandarin Chinesisch bei einem chinesischen Lehrer (EU-Level A1). Zweiwöchige Sprachkurse mit jeweils sieben Stunden Einzelunterricht in Quito/Ecuador und Cuernavaca/Mexico.
In Vorbereitung einer mehrmonatigen Reise nach Zentralasien 2009 lernte ich im Auto per CD rund 500 Worte Russisch, während ich mit meiner Frau 7.000 Kilometer durch Neuseeland fuhr. Wir hatten viel Zeit und konnten das Russische später sehr gut gebrauchen. Für viele Reisen lernte ich außerdem geschätzte durchschittliche 200 Worte pro Land, um den Menschen vor Ort ein wenig näher zu kommen, darunter Bahasa Indonesia, Türkisch oder Arabisch.

