B
🇧🇩 Bangladesch
Wie ich im November 1990 Hossain Mohammad Ershad traf, den Präsidenten von Bangladesch der Jahre 1983 bis 1990, kurz bevor er seinen Posten verlor. Wir sprachen auf dem VIP-Flug von Bangkok nach Dhaka. Begleitet von seinen Generälen, hielt er im Flugzeug verdutzt vor meiner Sitzreihe an und wir sprachen ein paar Sätze. Später las ich, dass er kurz danach verhaftet wurde. Ich las, dass er in Thailand Geld in Sicherheit gebracht hatte. Am Airport war noch der rote Teppich für ihn ausgerollt worden, wir Normalos an Bord durften das Flugzeuge erst nach ihm verlassen. Außerdem über den Piloten der Biman Bangladesh Airlines, wie er mein großes nepalesisches Gurkha-Messer im Cockpit verwahrte und es mir nach dem Flug zurückgab. Über Lepra in Dakha und auf dem Boden herumtollende Hotelpagen.
C
🇨🇳 China
Über das Mondfest auf den Hügeln von Yangshuo und die jonglierende Erkundung einer finsteren Karsthöhle. Wie es sich 1992 anfühlte, in einer Traube einiger hundert Fahrradfahrer über den Platz des Himmlischen Friedens zu radeln, ohne dass man ausscheren kann. Über die Erkundung der Chinesischen Mauer in Mutianyu – und viele Geschichten mehr.
H
🇭🇰 Hongkong
Über unseren Besuch der Royal Hong Kong Police Force (RHKP) im Jahre 1994 mit einer Gruppe der Gewerkschaft der Polizei (GDP) Rheinland-Pfalz, wie wir mit deren Schnellbooten im Hafen von Hong Kong längsseitige Manöver zu Frachtschiffen gingen. Ein Bericht über britischen Polizeidrill und Grenzzaunerfahrungen zu China. Über die clevere Konstruktion von Dai Fei Schmuggel-Booten, die Luxusautos aus Hongkong nach Festlandchina schmuggeln, die so clever sind, dass die RHKP keine Idee hat, wie man den Schmugglern beikommt.
I
🇮🇳 Indien
Zusammen mit einem 16-jährigen Guide drei Tage auf meinem eigenen Kamel durch die Wüste Thar, ausgeraubt im Bürgerkrieg von 1990, mit der Dampfeisenbahn (keine Nostalgie, es gab nur die eine) quer durch Indien, über den Geruch von Menschenfleisch bei den Verbrennungen am Ganges in Varanasi – und viele Geschichten mehr.
I
🇮🇳 Indien
Mit Jeep und unserem lieben Fahrer Subhash einwöchige Fahrt ins buddhistisch-tibetanische Spiti-Valley, über den Kunzum La-Pass (4.551 m). Ein Tal, so abgeschottet, dass es Indien erst 1992 für Touristen öffnete. Meine Reise datiert von 1999. Vom Hochtal Wanderung nach Kibber (4.200 m), wie wir von einer Frau zum Tee eingeladen wurden, unser Besuch vom Kloster Kye Gompa, einem religiösen Bildungszentrum für Lamas (im Jahre 2000 kam der Dalai Lama zu einer Kalachakra-Initiation). Spiti, diese Wunderwelt, dieser zwischen Ladakh und Lhasa liegende Teil Westtibets, auch kulturell tibetisch-buddhistisch, mit seiner tibetischen Sprache Spitian, mit seinen Klöstern, Schriften, Traditionen, historisch über Jahrhunderte eng mit den politischen und religiösen Zentren Tibets verbunden. Über diese faszinierenden sieben Reisetage und wie man mit Seife Benzinkanister flicken kann, werde ich eine Kurzgeschichte erzählen. Lesen Sie hierzu auch meine Berichte zum Thema Tibet – siehe unter T wie Tibet.
I
🇮🇩 Indonesien
Über die nächtliche Besteigung (mit Führer und Taschenlampen) des aktivsten Vulkanes von Indonesien, dem Gunung Merapi. Über Schnorcheln über den farbigsten Korallenriffen vor den Inseln Flores und Lombok. Über einen Besuch der Insel Komodo mit seinen fleischliebenden Waranen und tausenden Kalong-Flughunden bei ihrem nächtlichen Ausflug nach Flores – und viele Geschichten mehr.
I
🇮🇩 Indonesien
Über die mehrstündige Kreuzung der Meerenge „Straße von Alor“ im Jahre 1991 von Dili/Osttimor nach Alor mit einem kaum vier Meter breiten Kajütboot. Wie ich keine 100 Zentimeter von der Wasseroberfläche die Fahrt auf dem schmalen Gangbord verbrachte und mir mulmig wurde, als die aufgeregten Indonesier stundenlang mit Schüsseln eindringendes Wasser aus dem Bootsinnern scheffelten. Denn in diesem Gewässer wimmelte es von Fuchshaien und Hammerhaien.
I
🇮🇷 Iran
Über die kunstvolle Architektur in Isfahan und Shiraz. Über die altpersische Residenzstadt Persepolis und die Nekropole Naqsch-e Rostam – und viele Geschichten mehr.
J
🇯🇵 Japan
Wie ich 2004 in einem Hotel in Tokio ein Lächeln von Glück und Verwunderung in ein paar Gesichtern erzeugte, als ich mit meinen Mandarin-Kenntnissen die Sprachbarriere zwischen dem japanischen Hotelangestellten am Check-in und einem chinesischen Geschäftsmann überwinden konnte, indem ich das Anliegen des Chinesen auf Mandarin entgegennahm, und dies dem Japaner auf Englisch übersetzte … und danach vom Japaner zum Chinesen zurückübersetze.
J
🇾🇪 Jemen
Über eine zehntägige Jeepsafari im Mai 1995 durch die Berge und Wüsten des Jemens. Über die Stadt, die für mich am ehesten die Traumbilder von 1001 Nacht erfüllt, Sanaa (zumindest vor den dortigen Kriegen des 21. Jahrhunderts). Über einen Jeepfahrer, der seine 16-jährige Tochter ins Gefängnis bringen würde, wenn sie mit einem Freund ankäme, aber seit seiner Rückkehr aus der DDR in den Jemen öfters mal nach München fliegt, um im Englischen Garten nackte Frauen anzuschauen – und viele Geschichten mehr.
M
🇲🇲 Myanmar
Über die Pferdekutschentaxis von Pyin U Lwin und wie wir uns auf unserer Weltreise 270 Kilometer westlich der chinesischen Grenze mit dem US-amerikanisch-tschechischen Pärchen Greg und Dasha anfreundeten. Wie wir die geschäftigen Kaffeehändler eine Woche lang in ihrem Haus bekochten. Der Deal war: Wir kochen und pflegen, dafür wohnen wir mit im Haus. Wie ein LKW zweimal in dieser Woche eine Zisterne des Hauses mit mehreren Tausend Litern Wasser füllte, und wir nach dieser Woche einen heftigen Durchfall hatten. Wie rund einhundert Frauen auf deren Kaffee-Farm Kaffeebohnen sortierten, bevor sie per Containerschiff von Myanmar in den Hafen zu Kaffeehändlern in Hamburg verschifft werden. Wie der Durchfall vom burmesischen Militär akzeptiert wurde, um unser Visum von vier auf fünf Wochen zu verlängern. Außerdem: Wie wir ein paar Monate später mit Greg und Dasha ihre märchenhafte Hochzeit auf der böhmischen Höhenburg Bezděz feierten.
M
🇲🇲 Myanmar
Über unsere dreitägigen Fahrradfahrten im April 1999 bei 40 Grad Celsius durch die Wunderwelt Bagans – mit ihren rund zweitausend Stupas, Pagoden, Tempeln und Klöstern.
M
🇲🇳 Mongolei
Über unsere Passage im Herbst 1992 mit der Transsibirischen Eisenbahn durch die mongolische Wüste Gobi. Über deutsche KFZ-Kennzeichen an gestohlenen deutschen Mittelklassewagen in Ulaanbaatar. Über die exotischsten Klänge im buddhistischen Ganden-Kloster. Über leere Wochenmärkte und Kaufhausregale. Von Wölfen im Zirkus und Tage später draußen in der Natur. Wie wir im Nationalpark den Anblick ganzer Hirschrudel genossen, aber abends erschauerten, angesichts der vielen Wölfe mit ihrem Geheul. Wie wir dennoch am nächsten Tag im Nationalpark zu Zweit wanderten und frisch abgenagte Hirschknochen vorfanden, und trotz aller Wölfe in der Gegend ein paar höchst entspannte Stunden der Rast an einem wilden Fluss genossen.
T
🇹🇯 Tadschikistan
Über unsere selbst organisierte Reise im Jahre 2009 zuerst mit 4×4 Kleinbus und später mit einem Jeep durch den Wakhan-Korridor entlang des Grenzflusses Pandsch zu Afghanistan, zur Linken die Berge Pik Karl Marx (6.726 Meter) und Pik Engels (6.510 Meter), zur Rechten die verschneiten Gipfel des Hindukusch mit dem Berg Tirich Mir (7.708 m) und vielen anderen. Weiter über einen spektakulären Pass zurück in die alpine Hochlandwüste des Pamirplateaus. Über enorm gastfreundliche Kirgisen und köstliche Fische am Bulunkul-See. Wie wir weiter durch die Grenzregion Tadschikistan/Pakistan/China fuhren, und über den erfolglosen Nötigungsversuch eines korrupten Grenzsoldaten in Murghab, den wir in unserem Jeep bis zur kirgisischen Grenze mitnehmen sollten. Über die grün-roten Berge des Pamirs, die Grenzzäune Chinas und das Abenteuer, nicht nur den Kyzyl-Art-Pass nach Kirgisistan (4.250 Meter) passiert zu haben, sondern die Kunst, tadschikischen Grenzsoldaten Paroli zu bieten. Lesen Sie hierzu auch meinen Bericht auf analogo.de.
T
Tibet
Tibet wird nicht sterben, weil es für den menschlichen Geist keinen Tod gibt – Zum 89. Geburtstag des Dalai Lamas. Mein Bericht auf analogo.de.
V
🇦🇪 Vereinigte Arabische Emirate
Wie ich im gut temperierten Hauptpostamt von Al Ain, der größten Oasenstadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, meine schriftliche Kündigung bei meinem Arbeitgeber Lufthansa Cargo aufgab, für den ich fast 20 Jahre lang gearbeitet hatte – und dann in den Oman weiterfuhr.