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Übergabe einer freiLOS-Spende an den Kinderschutzbund

Die Geschichten meiner Etappen als Gründer - in der Zeitnavigation

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seit 2021

Gründung eines Buchverlages

Nach vielen Jahren Recherche ist es 2021 so weit: Ich gründe einen Buchverlag, um im ersten Schritt zwei Bücher zu verlegen. Die Buchreihe heißt: DAS ZEIT UND RAUM BUCH – 10.000 wissenschaftliche Perspektiven in zwei Bänden – Band 1: DIE ZEIT (ISBN 978-3-9822970-0-2) und Band 2: DER RAUM (ISBN 978-3-9822970-3-3). Der Verlagsname lautet Rainer Winters.

2013 bis 2016

Initiator und Gründer des Projektes freiLOS an der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau

Ich verknüpfe die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens mit der Überlegung, wie man den Zwang, arbeiten zu gehen, eine positive Wendung geben kann. Denn ich finde, dass dieser Arbeitszwang vom Ansatz her falsch ist. Ich bin überzeugt, dass Menschen grundsätzlich arbeiten wollen und immer tätig sein werden. Doch sollte ihre Tätigkeit Sinn und ein gutes Gefühl stiften.

 

So starte ich an der Universität mit meiner Gründung des Projektes freiLOS ein kleines gesellschaftliches Experiment, welches über das Konzept klassischer Spendenaktionen hinausgeht.

 

Die Frage, ob man Menschen dazu bringen kann, etwas Wertvolles freiwillig zu geben, ohne dass sie dafür unmittelbar bezahlt werden, können wir schon bald eindeutig bejahen.

 

Konkret lasse ich mir 2014 eine Initiative einfallen, die ich am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau einführe und freiLOS nenne. Schnell finden sich mit Rebekka Aust und Felix Göttert zwei weitere Studenten, die mitmachen wollen.

 

Im ERSTI-READER der Universität im Wintersemester 2016/2017 wird das Projekt wie folgt vorgestellt: Die Grundidee ist, dass Leute von der Uni ihr Können zeigen und weitergeben, ein Anderer etwas lernt oder erlebt und ein Dritter davon profitiert.

 

Dabei kann ein Mensch (ich nenne ihn Artist) irgendwas und möchte diese Fähigkeit teilen (zum Beispiel einen Crashkurs Bassgitarre spielen, fechten, vegan kochen, Apfelbäume schneiden, die Statistik „R“ kennenlernen, häkeln, professionell vorlesen,  Brasilianisch-Portugiesisch sprechen oder Schwedisch oder Lettisch, u.v.m.). Mit diesem Angebot meldet er sich monatlich beim freiLOS-Team an, und wird dort zum Artist-Pool der nächsten Ziehung hinzugefügt.

 

Ein anderer Mensch (ich nenne diese Rolle Spendit) möchte bei einem der Artists lernen. Hierzu erhält er gegen eine 2-Euro-Spende im Asta-Büro ein freiLOS und trägt darauf seinen gewünschten Gewinn ein.

 

Am Ende zieht das freiLOS-Team für jedes Artist-Angebot einen (oder mehrere) Gewinner, der sich dann mit dem Artist trifft und danach hoffentlich um eine coole Fähigkeit oder Erfahrung reicher ist.

 

Die Einnahmen aus dem Lostopf werden zu einhundert Prozent gespendet, und zwar an die dritte Gruppe, die ich Benefits nenne. Bis 2017 wurden unter anderem unterstützt: Die Tafel Landau, das Frauenhaus Landau, die Terrine Landau, das Café Asyl, der Kinderschutzbund, die integrale Tagesstätte Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Refugees Solidarity Landau oder der Interkulturelle Garten.

 

Das Projekt integriert Erstsemester in die Universität, stärkt den Verbund zwischen Dozenten und Studenten und mit den Benefits profitiert nicht nur einfach eine dritte Gruppierung. Sondern freiLOS verbindet die Universität zur Stadt Landau. Eine win-win-win Situation!

 

Die allgemeine Resonanz ist wunderbar. Die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße bedankt sich, die Benefits sowieso. Das Radio ist euphorisch und auch andere Medien berichten gerne. Die Rheinpfalz ergänzt in ihrem Artikel vom 06. Dezember 2014, mit der neuen Initiative beabsichtigten wir, dass die Teilnehmer durch Freigiebigkeit ihre Freiheit stärken. Voilà.

2009

Persönliche Neuorientierung in Swakopmund/Namibia

Während ich auf einer zweijährigen Weltreise unterwegs bin (mein Arbeitgeber Lufthansa Cargo gewährt mir unbezahlten Urlaub), erreicht mich die Botschaft, dass sich mein Arbeitgeber aufgrund der akuten Finanzkrise von 500 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen entledigen möchte – und den besonders schnell entschlossenen Selbstkündigern eine großzügige Abfindung zahlen würde.

 

Zu diesem Zeitpunkt weile ich in Afrika. Im stimmungsvollen Swakopmund/Namibia miete ich mir ein Büro für einen Monat, und schmiede mögliche Zukunftsszenarien, erstelle kleine Businesspläne. Zu meinen Ideen gehört ein Vertrieb von Hummus (ein wunderbares Produkt in vielen Herren Länder, zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht in deutschen Supermarktregalen) und die Möglichkeit, nach Neuseeland auszuwandern. Meine Recherchen ergeben, dass Neuseeland mittelfristig Umweltwissenschaftler benötigt, und solche über das Skilled Migrant Migration-Scheme einwandern lässt.

 

Also stoße ich einen Bewerbungsprozess für die Auswanderung nach Neuseeland an, bewerbe mich als Student der Umweltwissenschaften an der Universität Koblenz-Landau (welche von Neuseeland als qualifizierte Universität anerkannt ist) und kündige bei meinem Arbeitgeber.

 

Nach der Etappe Afrika fliegen meine Frau und ich nach Nepal, stoppen aber in den Vereinigten Arabischen Emiraten, um dort einen Freund zu besuchen. Auf dem Weg in den Oman stoppe ich in Al Ain, der größten Oasenstadt der Emirate, und werfe im gut temperierten Hauptpostamt  meine schriftliche Kündigung bei Lufthansa Cargo ein. Ein besonderer Schritt nach fast 20 Jahre Mitarbeiterschaft.

 

Im Alter von 42 Jahren starte ich im Jahre 2011 mit dem Studium der Umweltwissenschaften.

2009

Business-Beratung für Hochzeitsplaner

Auf unserer zweijährigen Weltreise treffen wir in Khojand/Tadschikistan zwei junge Frauen, die sich ihren Traum einer Hochzeitsplaneragentur verwirklichen wollen. Da sie aber keine Idee haben, wie sie das Thema angehen sollen, beraten wir sie – mit Taschenrechner und Konzeptpapier an der Hand. Am Ende von drei Stunden steht die Skizze eines Businessplanes.

2007

Mentale Marktaktivierung durch "Quiz der Woche" bei Lufthansa Cargo

Eigenverantwortliche Konzeption eines „Quiz der Woche“ innerhalb der Lufthansa Cargo Frankfurt zur Stimulierung von Verkaufszahlen. Eine Beispielfrage: „Welches zeitliche Verhaltensmuster zeigt sich üblicherweise im Land unseres internationalen Handelspartners Russland? A) stark monochron B) relativ monochron oder C) polychron?“ Die psychologischen Stichwörter zu meinem Konzept: Kognitive Aktivierung, Mere-Exposure-Effekt und Mental Availability.

2006

Erfindung eines Lufthansa Cargo Verkaufstools

Innerhalb Lufthansa Cargo entwickele ich ein Verkaufskonzept, welches ich  PVV nenne. Das Akronym steht für Proaktiv-Verkauf-Vorbereitungsblatt und gründet auf bestehenden Verkaufsprozessen, denen ich ein messbares Format gebe. Später wird PVV zu einem betriebswirtschaftlichen KPI der Firma. 

2003

Business Kaizen

Innerbetriebliche Erfindung des von mir so genannten Potentialmeters, einem Tool zur Vermarktung von Restkapazitäten. Dahinter steckt eine Excel-basierte Matrix. Meine Erfindung wird prämiert und innerhalb Lufthansa Cargo eingeführt.

1988 bis 1990

Tennisverein FTC Lichtenberg 1988 e.V.

Im Jahre 2024 feierte der Freiplatz-Tennisclub FTC Lichtenberg 1988 e.V. 35 Jahre Bestehen. Mit Stolz blickte der Verein auf 35 Jahre aktive Tennisarbeit zurück. Als einer der Urväter des Vereins, als erster Geschäftsführer und 2. Vorsitzender des Vereins nahm ich das Jubiläum als willkommenen Anlass, in einer Zusammenfassung der Ereignisse die Anfänge der Vereinsgründung Revue passieren zu lassen. In der ANA LOGO Datenbank liegen alle in jenem Artikel genannten Gründerzeitdokumente zum freien Herunterladen. Der Vereinsgründung vorausgegangen war der Gewinn Boris Beckers des Tennisturnieres in Wimbledon im Sommer des Jahres 1985, dazu eine räumlich-zeitlich-parallele Fahrradtour in der Nähe von Wimbledon und die Arbeit der Jugendinitiative Tennisplatz Lichtenberg (JTL). Zwischen Jugendinitiative und Vereinsgründung liegen ziemlich genau zwei Jahre. Zur Veröffentlichung des Artikels 35 Jahre Tennisclub FTC Lichtenberg 1988 e.V. und der Geist von Boris Becker vom 11. Januar 2024 gehts hier.

1986 bis 1988

Gründer der Jugendinitiative Tennisplatz Lichtenberg

Initiator und Gründer der Jugendinitiative Tennisplatz Lichtenberg, zusammen mit meinem Bruder Bernd. Wir sammeln 656 Unterschriften, werben bei der Politik um Unterstützung und machen begleitende Medienarbeit. Basierend auf der Arbeit dieser Initiative gründen wir im Jahre 1988 mit ein paar Leuten den Tennisverein Lichtenberg.